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Roland Fischer Sextett 1960 – 1963

1. Teil: Kickstart

Das Roland Fischer Sextett hat mich rückblickend wohl am meisten geprägt - meine Zusammenarbeit mit Roland Fischer war wohl auch am intensivsten und wir zwei ja auch "der harte Kern" der Formation: Alle übrigen Bandmitglieder wechselten über die Jahre.

Christian Hunziker, Roland Fischer

Und dabei begann alles beinahe wie in einem kitschigen Hollywood Streifen:

Auch als 17jähriger Gymeler peppte ich mein Taschengeld immer wieder bei Musik Bestgen (damals im Untergeschoss an der Spitalgasse) auf, indem ich Treppen wischte, Instrumente abstaubte und Langspielplatten einräumte. Dafür durfte ich alle Instrumente ausprobieren.

Besonders angetan hatte mir das Instrument von Erwin Bestgen, ein Deagan Vibraphon, auf dem ich so oft ich konnte spielte.

Christian Hunziker, Roland Fischer

Als sich nun am 16. April 1960 zwei Musiker für ein Vibraphon interessierten, wurde ich beauftragt, das Deagan vorzuführen. Der Klarinettist Roland Fischer, eben aus England zurück, wollte zusammen mit Pianist Roland Fisch eine Band gründen, etwas à la Benny Goodman, eben mit Vibraphon.

Die beiden waren begeistert von meiner Demo – und zwei Tage später hatte das River Cats Quintett die erste Probe. Aus den Swing Mallets brachte ich dann noch den Gitarristen Michel Gatti mit und am 19. April 1960 wurde das Roland Fischer Sextett geboren.

Schon drei Tage nach der ersten Sextettprobe spielte das Roland Fischer Sextett das erste Konzert in Solothurn und wurde prompt in der Presse gelobt.

Am 30. April 1960 folgte ein weiteres erfolgreiches Engagement bei der Tanzschule Dubois: Am Be-Bop Ausflug wurde nur Swing gespielt und eben Be-Bop getanzt.

Während der nächsten Wochen üben wir jeden Samstag im Jugendhaus Bern (unterhalb des Bundeshauses) und bereiten uns auf die "Grande Nuit de Jazz" in Solothurn vor: Am 25. Juni spielten wir im Landhaussaal, neben den Rivercats (Fischers Dixie Gruppe) und den Harlem Ramblers (ebenfalls dem trad. Jazz verpflichtet), und wurden wiederum gefeiert.

Zeitungsbericht

Bereits zwei Monate später - am 29. Juni 1960 - wurden wir von Radio Bern ins Studio eingeladen – für die Aufnahmen mietete das Deagan Vibraphon (dessen Kauf völlig ausserhalb meiner finanziellen Möglichkeiten lag), da mein Röhrophon nicht Radio tauglich war.

Hier die Ansage und zwei Stücke jener halbstündigen Sendung:

0'44 - 336 kB

Opus 5

2'38 - 1.1 MB

Flying Home

2'50 - 1.2 MB

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